Zur heute vorgestellten Initiative der Stadt, der bauhistorischen und restauratorischen Untersuchung der Tempelruine in der Poolstraße sowie diese erstmals virtuell zugänglich zu machen, erklärt Dietrich Wersich, religionspolitische Sprecher der CDU-Fraktion: „Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass sich nach vielen Jahren des Stillstands endlich etwas bewegt. Die geplanten Arbeiten und der heute vorgestellte virtuelle Rundgang sind erste wichtige Schritte, um diesen historisch herausragenden Ort sichtbar zu machen und seine Bedeutung ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

 

Nun bedarf es weiterer Schritte, damit es am Ende nicht bei einer digitalen oder rein symbolischen Lösung bleibt. Ein virtueller Ort darf nicht alles sein. Auch ein rein statischer Gedenkort mit einer Plakette oder erklärenden Tafel greift zu kurz. Die Tempelruine in der Poolstraße ist weit mehr als ein Erinnerungsort – sie ist ein zentraler Ort jüdischer Religions- und Kulturgeschichte in Deutschland und gerade in diesen Zeiten des immer wieder aufflammenden Antisemitismus gilt es, die jüdische Kultur in unserem Land zu stärken.

 

Aus Sicht der CDU bedarf es nun eines klaren, langfristigen Konzepts, das über punktuelle erste Maßnahmen hinausgeht. Es braucht eine tragfähige Perspektive und anschließend die konsequente Umsetzung, damit an diesem historisch so bedeutsamen Ort wieder jüdisches Leben stattfinden kann.

Der ehemalige Israelitische Tempel in der Poolstraße ist die Wiege des Reformjudentums und hat damit eine Bedeutung, die weit über Hamburg hinausreicht. Dieser Ort verpflichtet. Ihm gerecht wird man nur, wenn Erinnerung, religiöses Leben und Zukunftsperspektive zusammengedacht werden.“

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