Zur heutigen Bilanzpressekonferenz zur Wohnraumförderung 2025 und dem Ausblick auf 2026 erklärt Dr. Anke Frieling, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Die präsentierten Zahlen sollen beeindruckend klingen, lösen aber das Grundproblem nicht: Hamburg braucht mehr bezahlbare Wohnungen. Der Senat feiert sich für 6.369 geförderte Wohnungen, davon sind allerdings nur 2.742 geförderte neue, zusätzliche Wohnungen, beim Rest handelt es sich um Bindungsverlängerungen und Modernisierungen bestehender Wohnungen. In Hamburg haben 643.000 Haushalte Anspruch auf eine Sozialwohnung, da sind 2.742 Wohnungen tatsächlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Insgesamt stagniert der Wohnungsbau auch in Hamburg weiterhin und die Mieten steigen. Die geförderten Wohnungen machen mittlerweile 40 Prozent der insgesamt genehmigten Wohnungen aus – eine alarmierende Zahl. Hamburg braucht viele zusätzliche Wohnungen in allen Segmenten. Doch steigende Baukosten und langwierige Verfahren schrecken Bauherren ab und die Wirkungen von Bau-Turbo und Hamburg Standard lassen auf sich warten.
Wenn der Senat jetzt für 2026 erneut hohe Fördersummen ankündigt, werden sie nur dann endlich wirken, wenn die Rahmenbedingungen verbessert werden. Hamburg braucht schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie, mehr Bauland und eine echte Priorität für den Wohnungsbau. Diese Stadt braucht endlich wieder ein Klima, in dem Bauen möglich ist, in dem Investoren Planungssicherheit haben und in dem die Stadt aktiv Flächen entwickelt. Nur so entstehen tatsächlich neue bezahlbare Wohnungen, bringen Entlastung in den angespannten Markt und schaffen Anreize für die gesamte Wohnungswirtschaft. Der Senat muss endlich vom Verwalten ins Gestalten kommen. Wer heute eine Wohnung sucht, braucht keine Statistik, sondern ein Dach über dem Kopf. Genau daran scheitert der Senat.“
