Stöver: Schülerwachstum muss besser begleitet werden – dabei kommt es auf die Grundschule und Lehrkräfte an

Heute hat Schulsenator Ties Rabe die Schuljahresstatistik vorgestellt.

Dazu Birgit Stöver, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Der große Zuwachs an Schülerinnen und Schüler stellt das Hamburger Schulsystem vor große Herausforderungen. Der engagierte Einsatz der Lehrkräfte und Schulgemeinschaften ist hier besonders hervorzuheben. Gerade bei der Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Flucht- oder direkter Einwanderungsgeschichte muss ein stärkerer Fokus auf die Sprachförderung gelegt werden. Der Grundschule kommt hierbei eine zentrale Funktion zu. Für alle Schülerinnen und Schüler werden hier die Grundlagen gelegt. 20 Prozent der Kinder können am Ende der Grundschule nicht genug Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie starten mit einem kaum aufzuholenden Rückstand. Aus diesem Grund muss aus Sicht der CDU-Fraktion deutliche Maßnahmen geben. Vorschläge haben wir hierzu in unserem Leitantrag und Grundschulkonzept gemacht.

Es ist allgemein bekannt: auf die Lehrkraft kommt es an. Besonders die steigenden Schülerzahlen führen uns noch einmal sehr eindrücklich vor Augen, wie sehr wir gerade in einen Mangel hineinschlittern. Daher muss nun schleunigst ein erweitertes Maßnahmenpaket des rot-grünen Senats auf den Weg gebracht werden. Dies sollte für uns unter anderem verbesserte Arbeitsbedingungen von Lehrkräften zur Vermeidung von Überlastungssituationen, auch zur Senkung der Teilzeitquote beinhalten. Über eine Erprobung neuer Formen der Ausbildung, beispielsweise in dualer Form sollte ernsthaft und schnell nachgedacht werden. Auch sollte seitens der Schulbehörde über die Flexibilisierung der Pensionierung von Lehrkräften nachgedacht werden. So sollten Lehrkräfte die Möglichkeit haben, länger zu arbeiten oder in Teilpensionierung zu gehen, um den Schulen länger unterstützend zur Verfügung zu stehen. Da Schulsenator Rabe auch weiterhin von einem stetigen Schülerwachstum ausgeht, muss Rot-Grün nun schleunigst handeln.“