Die Naturschutzverbände NABU und BUND haben mit ihrem Projekt „Lebendige Alster“ wichtige Impulse für den Gewässerschutz in Hamburg gesetzt. Ziel ist es, die ökologische Qualität der Alster zu verbessern und zusätzliche Lebensräume für Fische, Wasserorganismen und Pflanzen zu schaffen. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass der Schutz und die Pflege der Hamburger Gewässer seit Jahren strukturell unterfinanziert sind.

Dazu Sandro Kappe, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Der Aufschlag von NABU und BUND zur ökologischen Verbesserung der Alster ist richtig und wichtig. Unsere Gewässer sind wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und gleichzeitig wichtige Naturachsen mitten in der Stadt. Wenn Verbände konkrete Vorschläge machen, wie sich die Biodiversität stärken lässt, verdient das Anerkennung.

Gleichzeitig zeigt sich seit Jahren ein strukturelles Problem: Für Betrieb und Unterhaltung unserer Gewässer fehlen vielerorts die notwendigen Mittel. Bspw. hat das Bezirksamt Wandsbek selbst festgestellt, dass die Finanzierung in diesem Bereich strukturell nicht auskömmlich ist, weil die Flächen- und Anlagenansätze fortgeschrieben werden müssten (vgl. BV-Drucksachen Wandsbek 21-0937 und 21-5745). Wenn Hamburg die Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie ernsthaft erreichen will, muss der Senat endlich deutlich mehr Mittel für Gewässerschutz und Gewässerpflege bereitstellen.

Gleichzeitig müssen wir ehrlich bleiben: Die Außenalster liegt mitten in einer Millionenstadt und ist einer der wichtigsten Freizeit- und Erholungsräume Hamburgs. Täglich sind zahlreiche Menschen auf und rund um die Alster unterwegs – beim Segeln, Rudern, Stand-Up-Paddling oder beim Spaziergang entlang der Ufer.

Es wäre daher unrealistisch zu behaupten, man könne mitten in der Großstadt unberührte Natur herstellen und gleichzeitig die Alster unverändert nutzen. Natur in der Stadt funktioniert anders als Natur auf dem Land. In einer Metropole wird es immer Kompromisse geben müssen zwischen Naturschutz und Nutzung.

Für die CDU ist deshalb klar: Wir wollen mehr Natur in der Stadt und eine bessere ökologische Qualität unserer Gewässer. Aber Naturschutzmaßnahmen dürfen am Ende nicht dazu führen, dass die Alster als Freizeit- und Erholungsraum für die Hamburgerinnen und Hamburger nicht mehr genutzt werden kann. Entscheidend ist eine vernünftige Balance zwischen ökologischer Verbesserung und der vielfältigen Nutzung der Alster.“

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