Frieling: Hamburgs Universitäten und Hochschulen in finanzieller Not

Die finanzielle Lage der Hamburger Hochschulen und Universitäten hat sich seit dem Abschluss der Zukunftsverträge im letztem Jahr deutlich verschlechtert. Neben der aus der Vergangenheit mitgeschleppten strukturellen Defizite und der tarifvertraglichen Lohn- und Gehaltskostensteigerungen machen sich die gestiegenen Energiepreise und inflationsbedingten Preissteigerungen in vielen Kostenbereichen auch an den Hochschulen bemerkbar. Hinzu kommt, dass nach vier Semestern vorwiegend digitalen Studiums die Studentinnen und Studenten an die Hochschulen zurückdrängen, sie hatten ihr Studium nur noch „auf Sparflamme“ fortgesetzt. Die Folge: viele praktische Unterrichtseinheiten sind ausgefallen, Lücken sind entstanden, jetzt müssen Seminare nachgeholt werden.

Dazu Dr. Anke Frieling, wissenschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Hamburgs Hochschulen und Universitäten werden in der Stadt seit Jahren unzureichend finanziert, daran haben auch die Vereinbarungen der letzten Jahre nichts geändert, da die strukturellen Defizite einfach nicht beachtet wurden. Jetzt laufen die Universitäten voll ins Defizit, die Reserven sind lange verbraucht, pandemiebedingte Ausfälle und Versäumnisse in der Lehre erfordern zusätzliche Kapazitäten. Stattdessen sind fast alle Präsidenten damit beschäftigt, zu sparen, wo immer sie können. Wissenschaft und Forschung brauchen eine stabile Finanzierung – dauerhaft und zuverlässig. Mit unserem Antrag fordern wir den Senat auf, die Finanzierung der Universitäten und Hochschulen endlich auf solide Beine zu stellen.“