Die Entwicklung auf dem Hamburger Arbeitsmarkt gibt Anlass zu großer Sorge. Nach aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitslosenquote in der Hansestadt seit Dezember 2022 um 1,3 Prozentpunkte auf nun 8,2 Prozent gestiegen. Bundesweit stieg die Quote im gleichen Zeitraum lediglich um 0,8 Punkte auf 6,2 Prozent. Damit verzeichnet Hamburg den zweithöchsten Anstieg bundesweit und weist inzwischen die dritthöchste Arbeitslosenquote aller Bundesländer auf.
Dazu Prof. Dr. Michael Becken, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Dass die Arbeitslosenquote in Hamburg inzwischen sogar über der von NRW, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegt, ist alarmierend. Ein Plus von 1,3 Prozentpunkten in nur drei Jahren zeigt eindeutig, dass die aktuelle Arbeitsmarkt- und Standortpolitik des Senats nicht funktioniert.
Besonders fatal ist, dass der Senat trotz dieser Entwicklung am Klimaentscheid festhält und die Klimaneutralität auf 2040 vorziehen will. Das mag politisch attraktiv klingen, wird aber ohne realistische Planung, ausreichende Finanzierung und wirtschaftliche Rückendeckung zu zusätzlichen Belastungen für Betriebe, Handwerk und Beschäftigte führen. Wenn Hamburg jetzt überhastet neue Auflagen schafft, droht sich der negative Trend am Arbeitsmarkt weiter zu beschleunigen.
Stattdessen brauchen wir eine echte Offensive für Ausbildung, Qualifizierung und Fachkräftegewinnung, schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie und eine Wirtschaftspolitik, die Investitionen nicht ausbremst, sondern ermöglicht.
Hamburg muss wieder ein Ort sein, an dem neue Jobs entstehen, Unternehmen investieren und Menschen Perspektiven finden. Rot-Grün muss einsehen, dass diese Politik des wirtschaftlichen Abstiegs sich dringend ändern muss – mit klaren Prioritäten, verlässlichen Rahmenbedingungen und einer Strategie, die Arbeitsplätze sichert statt gefährdet.“
