Thering: Unhaltbare Zustände in der Zentralen Erstaufnahme – wie lange wollen SPD und Grüne noch tatenlos zusehen?

Zu den chaotischen Zuständen rund um die Zentrale Erstaufnahme in Rahlstedt erklärt Dennis Thering, Vorsitzender der CDU-Fraktion: „Immer mehr Ukrainer, die seit dem 24. Februar in Folge der russischen Invasion auf der Flucht sind, kommen mittlerweile auch in Hamburg an. Der nun beschlossene „temporary protection mechanism“ gewährt Flüchtlingen aus der Ukraine bis zu drei Jahre Schutz und diese Regelung bedeutet für die Asyl-Behörden eine Entlastung, da Einzelfälle nicht geprüft werden müssen. Bürgermeister Tschentscher und sein Senat haben richtigerweise deutlich gemacht, ukrainischen Flüchtlinge in Hamburg aufzunehmen und dafür die Vorbereitungen zu treffen. Aber bereits jetzt zeigt sich, dass es in der Zentralen Erstaufnahme zu langen Schlangen und Wartezeiten kommt. Ankommende Flüchtlinge, vor allem Frauen und Kinder müssen draußen in der Kälte stehen. Freiwillige Helfer vor Ort berichten von unhaltbaren Zuständen, fehlender Essens- und Getränkeversorgung und selbst Decken für die Wartenden gäbe es nicht. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. Ich erwarte von Bürgermeister Tschentscher, dass er seinen eigenen Ankündigungen jetzt auch Taten folgen lässt. Die Registrierung der ankommenden Flüchtlinge in der Zentralen Erstaufnahme muss umgehend verbessert werden. Dafür braucht es vor allem eine deutliche Personalaufstockung. Auch muss eine Grundversorgung und Betreuung vor Ort sicher gestellt werden. Es kann nicht sein, dass von den Strapazen der Flucht betroffene Kinder und Frauen stundenlang in der Kälte warten müssen. Hier braucht es umgehend beheizter Wartezelte oder Ähnliches. Noch ist die Zahl der Ukraineflüchtlinge, die in Hamburg angekommen überschaubar, aber eine deutliche Zunahme in den kommenden Tagen zeichnet sich bereits ab und dafür muss Hamburg jetzt auch die Voraussetzungen schaffen. Nur so können wir den geflüchteten und vertriebenen Frauen und Kindern aus der Ukraine einen sicheren Hafen bieten!“