Die Inzidenz in Hamburg und Deutschland ist derzeit stabil und die Ferienzeit hat begonnen. Jedoch zeigen die Entwicklungen in Großbritannien und Portugal mit steigenden Inzidenzwerten und einer Ausbreitung der Delta-Variante von SARS-CoV-2, dass weiterhin Vorsicht angesagt ist. Daher stellt sich die Frage, wie ein sicheres Lernen in der Schule im Herbst und Winter sichergestellt werden kann. Entgegen der Behauptung der Schulbehörde gehen Aerosolforscher davon aus, dass eine neue Corona-Welle im Herbst durch Luftreiniger an Schulen verhindert werden könne. Gleichzeitig fordert die Hamburger CDU den Senat auf, verstärkt für das freiwillige Impfen von Kindern und Jugendlichen zu werben und weitere Angebote zu unterbreiten.
 
Dazu Christoph Ploß, Landesvorsitzender der Hamburger CDU: „In Bundesländern wie Hamburg hat es die Landesregierung verschlafen, rechtzeitig Luftfilteranlagen in den Schulen einzubauen – trotz umfangreicher Bundesförderung. Die Bundesländer müssen sicherstellen, dass die Schulen spätestens im Herbst technisch ausreichend ausgestattet sind und Schulunterricht auch bei steigenden Inzidenzzahlen stattfinden kann. Wir brauchen außerdem schon jetzt eine funktionierende Strategie für Tests und Kontaktverfolgung an unseren Schulen, um Ausbrüche der Delta-Variante im Herbst sofort eindämmen zu können. Asiatische Staaten machen vor, wie es geht: Konsequente digitale Kontaktverfolgung rettet dort Menschenleben, sichert Freiheitsrechte und verhindert Schulschließungen. Erneute Schulschließungen müssen unbedingt verhindert werden!“
 
Dazu Dennis Thering, Vorsitzender der CDU-Fraktion: „In den letzten mehr als eineinhalb Jahren waren es insbesondere auch Hamburgs Schülerinnen und Schüler, die unter der Corona-Pandemie gelitten haben. Schule zu Hause war die überwiegende Zeit eine besondere, aber in diesem Zeitraum leider auch notwendige Herausforderung, da Hamburgs Schulen nicht ausreichend auf ein sicheres Lernen unter Coronabedingungen vorbereitet waren. Und mit Blick auf den kommenden Herbst und Winter und den weiteren Corona-Mutationen scheint Hamburgs Schulsenator erneut keine Lehren aus den bisherigen Erfahrungen gezogen zu haben. Das ist grobes politisches Versagen. Gerade Kinder und Jugendliche werden nach den Ferien noch weitestgehend ungeimpft in die Schulen zurückkehren. Der Senat sollte daher zum einen verstärkt für das freiwillige Impfen in Hamburg auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren werben und weitere Angebote unterbreiten. Denn der wirksamste Schutz gegen das Corona-Virus ist die Impfung. Darüber hinaus brauchen Hamburgs Schulen neben den bestehenden Abstands- und Hygieneregeln endlich ein professionelles Belüftungskonzept. Es kann nicht sein, dass hier ausschließlich aufs manuelle Lüften gesetzt wird und Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte mit dicken Jacken und Schals bei kälteren Temperaturen frierend in der Klasse lernen. Andere Bundesländer, wie Bayern oder Berlin haben längst begonnen, die Klassenräume mit Luftfilter-Anlagen auszustatten. Der Bund unterstützt diesen notwendigen Ausbau unter bestimmten Voraussetzungen der entsprechenden Förderrichtlinie mit bis zu 80 Prozent der Kosten. Es ist daher unverständlich, dass Hamburg dieses Angebot ignoriert und stattdessen tatenlos zuschaut, bis bei steigenden Inzidenzen dann wieder Homeschooling droht. Hamburg hätte längst anfangen müssen, die mehr als 400 Schulen zu sicheren Orten zu machen und muss diesen Rückstand nun dringend aufholen. Und die Luftfilter helfen nicht nur gegen Corona, sondern auch gegen viele weitere Krankheitserreger. Also eine sinnvolle Investition, die der rot-grüne Senat jetzt unverzüglich umsetzen muss!“

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