Hamburgs Bürger müssen immer tiefer in die Tasche greifen. Laut aktuellen Medienberichten steigen die Stromnetzentgelte 2027 in Hamburg um 9 Prozent, bundesweit dagegen nur um 1,9 Prozent. Für einen Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch bedeutet das rechnerisch rund 52 Euro Mehrkosten. Beim Gas steigen die Netzentgelte in Hamburg um 7 Prozent, bundesweit um 3 Prozent. Bei 20.000 kWh Verbrauch sind das rechnerisch weitere 35 Euro jährlich.
Und die nächsten Gebührenerhöhungen werden folgen: Beim Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) sind die prognostizierten Kosten von 234 auf bis zu 780 Millionen Euro explodiert, bei der Klärschlammverbrennungsanlage VERA II von 164,2 Millionen Euro auf inzwischen 396,4 Millionen Euro. Zusammen sind das rund 800 Millionen Euro Mehrkosten, die künftig auch über Müll- und Abwassergebühren finanziert werden müssen.
Dazu Dennis Thering, Vorsitzender der CDU-Fraktion: „Hamburg ist wieder Spitzenreiter, leider bei den Kostensteigerungen! Während die Bürger immer stärker belastet werden, laufen bei städtischen Großprojekten die Kosten völlig aus dem Ruder. Allein bei ZRE und VERA II liegen die veranschlagten Projektkosten inzwischen rund 800 Millionen Euro über den frühen Planungen. Bereits im Juli summierten sich die bekannten Mehrkosten bei Großprojekten im Verantwortungsbereich der Umweltbehörde auf rund 1,4 Milliarden Euro. Die nächsten Erhöhungen bei Müll- und Abwassergebühren sind damit absehbar. Rot-Grün hat die Kosten nicht im Griff. Die Hamburger dürfen nicht die Rechnung für die Fehler des Senats bezahlen! Es braucht eine grundlegende Verbesserung der Kostenkontrolle bei öffentlichen Unternehmen und Großprojekten. Dazu werden wir die Kostenexplosionen weiter systematisch aufarbeiten. Der Senat muss sämtliche Kostenrisiken offenlegen, die Aufsicht stärken und eine wirksame Projektsteuerung einführen. Vor allem muss er endlich transparent machen, wann und in welcher Höhe die nächsten Gebührensteigerungen auf die Hamburger zukommen. So kann es definitiv nicht weitergehen!“
