Pressemitteilung

Weinberg/Block: Der Stadt-Boulevard wird die Innenstadt wieder zusammenführen

CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg und die Unternehmerin Christina Block haben heute ihr Konzept zur Umgestaltung der Willy-Brandt-Straße vorgestellt und damit eine der Forderungen aus dem CDU-Wahlprogramm konkretisiert. Vorgesehen ist eine Untertunnelung der Willy-Brandt-Straße, um diese als Barriere zwischen der City und der HafenCity zu beseitigen. Auf der zurückgewonnenen Fläche soll ein Boulevard entstehenden, der Raum für Wohnen, Schlendern und mehr Grün bietet. Der Stadt-Boulevard wird die Innenstadt wieder zusammenführen, beleben und die Wohn- und Lebensqualität weit über das Quartier hinaus verbessern. Um eine jahrelange Baustelle mit großen Behinderungen zu vermeiden, soll die Untertunnelung in einer geschlossenen Bauweise durchgeführt werden. Vorgesehen sind vier Jahre für das Planfeststellungsverfahren und zwei Jahre Bauzeit. Das Projekt wird neue Wohn- und Lebensräume schaffen und damit ein Zeichen für eine zusammenwachsende Stadt setzten.

 

Dazu Marcus Weinberg: „Wir wollen die Stadt wieder zusammenführen und den Menschen die Räume zurückgeben. Die Willy-Brandt-Straße ist unumstritten eine der wichtigsten Ost-West-Verkehrsachsen dieser Stadt. Derzeit bildet sie jedoch auch eine Barriere, die mitten durch das Herz unserer Innenstadt führt. Wir wollen, dass wieder zusammenwächst, was früher zusammengehörte. Deshalb haben wir ein Konzept entwickelt, um den Stadtkern wieder zusammenzuführen und einen bruchfreien Übergang zur Hafencity zu schaffen.

Dazu soll auf der Willy-Brandt-Straße ein Boulevard für Fußgänger und Fahrradfahrer entstehen, der zum Flanieren einlädt und beide Teile der Innenstadt miteinander verbindet. Es wird auf beiden Seiten des Boulevards jeweils eine Fahrspur mit Tempo 30 geben, um insbesondere den Liefer- und Anliegerverkehr auch in Zukunft zu ermöglichen. Mit vielen Grün- und Aufenthaltsflächen soll das Herz unserer Stadt neu belebt und unsere historische Altstadt in ein neues Licht gerückt werden. Eine Vision, in der es wieder möglich sein wird, vom Rathaus zu Fuß zum Michel zu flanieren. Städte wie Düsseldorf und München haben uns vorgemacht, dass es praktikabel und umsetzbar ist. Auch die Entscheidungen für den Bau der Elbphilharmonie und den A7-Deckel waren ambitioniert und haben das Stadtbild positiv verändert. Nur durch eine Verlagerung des Verkehrs kann die Innenstadt langfristig vom Autoverkehr entlastet werden. Um eine jahrelange Baustelle zu vermeiden werden wir die Untertunnelung in einer geschlossenen Bauweise durchführen, damit der Verkehr bis zum Ende ohne große Behinderungen fließen kann.

Dass es möglich ist, mit Hilfe eines solchen Vorhabens einen Stadtteil wiederzubeleben, zeigen Vergleichsprojekte wie in Barcelona und Kopenhagen. Die Projekte wurden zunächst mit großer Skepsis betrachtet und haben am Ende viel Zuspruch erfahren, weil neue Lebensräume in den Städten geschaffen wurden. Die Finanzierung wird zu einem Großteil über Mittel des Bundes und durch Veräußerung von entstehenden Wohn- und Gewerbeflächen erfolgen. Derzeit leben etwa 13.000 Menschen in der Innenstadt, früher waren es noch 100.000. Um die Innenstadt langfristig wieder mit Leben zu füllen, brauchen wir eine neue Durchmischung von Wohn-, Gewerbe- und Grünflächen. Mit diesem Projekt schaffen wir nicht nur neue Aufenthaltsräume, sondern gleichzeitig auch neue Wohn- und Lebensräume und setzen damit ein Zeichen für eine zusammenwachsende Stadt.“

Dazu Christina Block: „Wenn wir die derzeitige Trennung unserer Altstadt aufrechterhalten, wird eine neue Konkurrenzsituation zwischen den Einzelhändlern in der Innenstadt und dem neuen Einkaufszentrum in der Hafencity geschaffen. Dies wollen wir mit unserem Konzept gezielt verhindern. In dem Moment wo wir Hamburger uns für die Hafencity entschieden haben, war klar, dass das Thema der Willy-Brandt-Straße neu gedacht werden muss. Durch die erneute Zusammenführung der innerstädtischen Bereiche und der Bildung eines Boulevards auf der ehemaligen Ost-West-Straße, wird sowohl die Innenstadt als auch das neue Einkaufszentrum fußläufig erreichbar sein. Damit steigern wir die gesamte Attraktivität des Einkaufsareals. Zusätzlich führen neue Flächen für Einzelhandel, Restaurants und Cafés an der Willy-Brandt-Straße zur Widerbelebung des Quartiers und zur Schaffung neuer Lebens- und Aufenthaltsräume, nicht nur für den Tourismus, sondern vor allem für die Hamburgerinnen und Hamburger. Das Highlight unseres Projektes ist die Markthalle, die auf dem Deichtorplatz errichtet werden soll. Wir schaffen damit einen neuen Ort der Zusammenkunft, der mit einem vielseitigen Lebensmittelangebot und einem Mix aus Gastronomie, Kultur, Bildung und Freizeit viele Besucher anziehen wird. Städte wie Rotterdam und Barcelona haben mit einer lebendigen Markthalle einen pulsierenden Treffpunkt erschaffen, der gleichermaßen interessant ist für Touristen als auch für ihre Bewohner. Diese Städte sind durch ihre Markthallen als attraktiver Anziehungspunkt bekannt geworden. Mit dem Konzept der Markthalle und des Boulevards schaffen wir so eine neue touristische Attraktivität für die Metropolregion Hamburg."

Dazu Andreas Bartmann, Präsident Handelsverband Nord: „Die Trennung von Kern-City und HafenCity durch eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt wird die Entwicklung der Innenstadt auch in Jahrzehnten noch beeinträchtigen. Eine wirkliche Überwindung dieser Trennung kann nur durch eine Untertunnelung erreicht werden. Ein Verkehrskonzept für die Innenstadt, das allen Anforderungen gerecht wird, muss das stadtplanerische Problem der Willy-Brandt-Straße lösen.“

 

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