Pressemitteilung

Dr. Roland Heintze: Bundesweit Familien und Betriebe durch schrittweise Kita-Öffnungen entlasten

Die Kitas müssen bundesweit systematisch weiter geöffnet werden, um Familien von sozialen und beruflichen Belastungen zu befreien, fordert Dr. Roland Heintze, Landesvorsitzender der CDU Hamburg. Über 97 Prozent der 3- bis 5-Jährigen werden in Hamburg in Kitas betreut. Die große Mehrheit ihrer Eltern ist berufstätig und übt seit Wochen einen harten Spagat zwischen Beruf und Familie. Kita-Öffnungen unter Auflagen würden Familien und Unternehmen gleichermaßen entlasten und die Akzeptanz der Corona-Krisenstrategie sichern.

Dazu Dr. Roland Heintze: „Es wird Zeit, auch beim Thema Kita in Hamburg verlässliche Perspektiven aufzuzeigen. Viele Eltern und Kinder sind seit Wochen großen Belastungen ausgesetzt, die zunehmend unzumutbar werden. Neben dem sozialen und psychischen Druck, steigen auch die wirtschaftlichen Ängste, weil der Spagat zwischen Beruf und Betreuung nur schwierig gelingt. Homeoffice mit Kind auf dem Schoß klingt gut, frustriert in der Praxis aber oft Eltern wie Kinder. Darunter leiden sowohl die Familien als auch sehr viele Betriebe und Unternehmen durch Personalausfälle und Produktivitätsrückgänge.

Zwei Wochen nach Beginn der Lockerungen sind die Zahlen bundesweit erfreulich und zeigen, dass sich auch die Menschen in unserer Stadt umsichtig und diszipliniert verhalten. Deshalb haben Sie mehr Mut und Vertrauen durch den Senat verdient. Gerade wenn Spielplätzen wieder öffnen, sollte der Senat auch einen klaren Fahrplan zur Öffnung der Kitas aufzeigen. Das gemeinsam erarbeitete Vier-Phasen-Modell der Familienminister von Bund und Ländern bietet dafür eine seriöse Grundlage. Unter strikten Hygiene-Vorschriften sollten alle Kinder wieder in die Kita gehen dürfen, wie es Phase drei des Papiers vorsieht.

Alleingänge einzelner Bundesländer sind aber nicht wünschenswert. Deshalb muss sich Hamburg bei den morgigen Bund-Länder-Beratungen für einen bundesweit einheitlichen Öffnungskurs stark machen und zu einem gemeinsamen Fahrplan drängen. Die Entscheidung darüber darf nicht erneut verschoben werden.

Ansonsten wird die bislang hohe Akzeptanz für die Corona-Krisenstrategie durch Frust ersetzt. Die nächsten Schritte des Senats müssen deshalb nachvollziehbar und logisch sein sowie als gerecht empfunden werden. Die bundesweit zunehmenden Proteste zeigen, dass wir einen kritischen Moment erreicht haben. Wir brauchen das Verständnis und den Kooperationswillen der Menschen, um weiterhin gut und sicher durch diese Krise zu kommen.“

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