LFA Aussen-, Sicherheits-, Europa- und Entwicklungspolitik

U.S. Generalkonsulin Nancy Corbett berichtete über zahlreiche aktuelle Fragen der transatlantischen Beziehungen bei der CDU Hamburg

Von links: Marco Schrader, Yvonne Gerbl, Kubilay Falkenberg, U.S. Generalkonsulin Nancy Corbett, Dietrich Wersich, MdHB und der Ausschussvorsitzende Marcus Tandecki

Auf Einladung des Landesfachausschusses Außen-, Sicherheits-, Europa- und Entwicklungspolitik der CDU Hamburg legte Frau Generalkonsulin Corbett am 27.02.2015 die Analysen und Perspektive der US-amerikanischen Außenpolitik detailliert und differenziert dar. Der Vorsitzende des Ausschusses Herr Marcus Tandecki und der Moderator des Abends Herr Kubilay Falkenberg sowie ca. 40 Gäste begrüßten die aus Kalifornien stammende Generalkonsulin, die bereits in Nigeria, Afghanistan, Minsk ihre Stationen hatte und unter anderem fließend Mandarin und Dari spricht.

Frau Corbett legte eindrucksvoll dar, dass es weltweit nur zwei regelbasierte Wirtschaftsordnungen gibt, die individual-freiheitliche Rechte stützen und deren Armeen vollständig unter demokratischer Kontrolle liegen, nämlich die USA und die Europäische Union. Ausgehend von den Gefahren aus anderen Regionen der Welt appellierte Frau Corbett für eine engere sicherheitspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Regionen. Beispielhaft beschrieb sie das Treffen zwischen US Präsident Barack Obama und Kanzlerin Angela Merkel am 9. Februar 2015 im Weißen Haus sowie die daraus resultierenden Vereinbarungen und gemeinsamen Anstrengungen. Deutschland und die USA haben ihre Partnerschaft deutlich vertieft, was angesichts der zahlreichen weltweiten Krisen zu einem mehr an internationaler Berechenbarkeit und geschlossenem Auftreten geführt hat. Schon in der Ära Clinton war ein demokratischer Präsident mit einem republikanisch geführten Senat und Repräsentantenhaus außenpolitisch sehr erfolgreich.

Anschließend stellte sich Frau Generalkonsulin Corbett den Fragen des Publikums und versicherte u.a., dass bei den Verhandlungen zu TTIP keineswegs Verbraucherrechte beschnitten werden dürfen, zumal auch in den USA hohe Verbraucherstandards – teilweise höhere als in Deutschland – gelten. Besondere lobende Worte fand sie zu Deutschlands Strategie des "diversity management“ also der Integration von unterschiedlichen Kulturen in der Bundesrepublik. Hier werden neue Wege gegangen und alle Religionen durch Frau Merkels Strategie angesprochen. Schließlich ging die Generalkonsulin auf die Konflikte in der Ukraine ein, die maßgeblich von Russland verursacht werden. Die Generalkonsulin wie auch Marcus Tandecki und Kubilay Falkenberg stimmten darin überein, "dass nach Präsident Obamas Äußerungen Destabilisierungsversuche in den Baltischen Staaten durch Russland entschiedene Reaktionen der USA und der NATO nach sich ziehen dürften. Ein geschlossenes Auftreten sei erforderlich, um präventiv weitere Provokationen zu vermeiden."

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