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Schrumpfkurs des Hamburger Hafens endlich stoppen – Spitzengespräch der norddeutschen Regierungschefs mit dem Bund unerlässlich

Die Umschlagszahlen des Hamburger Hafens im ersten Quartal 2016 offenbaren auf dramatische Weise, dass Hamburg immer mehr den Anschluss an die Konkurrenz in der Nordrange verliert. Auch im ersten Quartal 2016 hat sich der Abwärtstrend des letzten Jahres fortgesetzt. Der Containerumschlag ging um 3,4 % auf 2,23 Millionen Standardcontainer (TEU) zurück. Gleichzeitig konnte Hamburgs Konkurrenzhafen Antwerpen im selben Zeitraum einen Anstieg des Containerumschlags um 4,6 % verzeichnen. Bereits im letzten Jahr ist der Containerumschlag im Hamburger Hafen um 9,3 %  zurückgegangen. Damit ist Hamburg in der Gesamtbilanz hinter Rotterdamm und Antwerpen nur noch der drittgrößte Hafen in Europa. 

Dr. Roland Heintze, Hamburger CDU-Parteichef:
„Der Senat wurstelt mit dem Hamburger Hafen weiter vor sich hin. Er agiert plan- und konzeptlos bzw. legt die Hände ganz in den Schoß. Während andere europäische Häfen wachsen, verliert Hamburg immer mehr an Umschlag. So darf es nicht weiter gehen. Die CDU fordert deshalb vom Senat einen neuen Hafenentwicklungsplan, in dem konkrete Pläne vorgelegt werden müssen, wie die derzeitige Krise überwunden werden kann. Wir brauchen endlich eine bessere Kooperation der norddeutschen Häfen gegen die Konkurrenz in Rotterdam und Antwerpen. Dafür muss die Zusammenarbeit zwischen den norddeutschen Landesregierungen durch regelmäßige Staatssekretärsrunden intensiviert werden. So hätte auch die monatelange Hängepartie bei der Verklappung des Elbschlicks verhindert werden können. Dieses Negativbeispiel für das Standortmarketing des Hamburger Hafens war politisch begründet und darf sich unter gar keinen Umständen wiederholen. Da der Hamburger Hafen von großer nationaler Bedeutung ist, fordere ich Herrn Scholz auf, sich jetzt umgehend zu einem Spitzengespräch mit den norddeutschen Länderchefs und dem Bundeswirtschafts- und Bundesverkehrsminister zu treffen.“

Dazu erklärt Ralf Niedmers, hafenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:
„Beim Umschlag regiert im Hamburger Hafen offenbar nur noch das Prinzip Hoffnung. Das jedenfalls wird aus der Kommentierung durch Hafen Hamburg Marketing deutlich. Angesichts des dramatischen Rückgangs reicht das Warten auf Wunder aber nicht aus. Hamburg verliert bereits seit längerem in erschreckendem Ausmaß Marktanteile an seine Konkurrenzhäfen. Ein Ende dieses Trends ist bisher nicht abzusehen. Ein Großteil der Probleme ist dabei hausgemacht. Auch die Verschlickung des Hafens ist nur ein Teilaspekt. Das Warten auf die Elbvertiefung, die Verschleppung der Hafenwesterweiterung oder die Verhinderung von Innovation wie zuletzt am Beispiel der LNG Hybrid Barge sind weitere Belege für die verfehlte rot-grüne Hafenpolitik. Unser Hafen braucht jetzt endlich ein Umsteuern und das uneingeschränkte Bekenntnis von Rot-Grün für seinen Fortbestand als Universalhafen. Wenn SPD und Grüne mit ihrer hafenfeindlichen Politik nicht aufhören, droht sich der Niedergang des Hamburger Hafens fortzusetzen. Noch in diesem Jahr sind dann erste signifikante Arbeitsplatzverluste zu erwarten.“

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