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Marcus Weinberg: Wir wollen ein parteiübergreifendes Bündnis zur Schaffung einer Forschungs-, Innovations- und Wissenschaftsstrategie Hamburg 2030 - Studie der Akademie der Wissenschaften warnt vor sinkender Wettbewerbsfähigkeit

Dazu CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg:

„Ich begrüße die Forderungen der Studie, die Wissenschaft im Allgemeinen zu stärken, universitäre Einrichtungen systematisch auszubauen und die Forschung in den Hamburger Wirtschaftsunternehmen zu fördern. Nach der OECD-Studie ist sie ein zweiter bedeutender Fingerzeig auf die schlechte Wettbewerbssituation Hamburgs im Vergleich zu den großen nationalen und internationalen Metropolregionen. Diese warnende Studie muss gehört und die Forderungen konsequent umgesetzt werden. Dafür bedarf es einer gemeinsamen parteiübergreifenden Strategie über Legislaturperioden hinweg für zehn oder 15 Jahre. Unser Angebot für ein parteiübergreifendes Bündnis zur Schaffung einer Forschungs-, Innovations- und Wissenschaftsstrategie Hamburg 2030 steht.

Hamburgs Hafen und Industrie sind Basis des Wohlstandes der Stadt, müssen stufenweise durch ein neues Denken in Hinblick auf die Bedeutung von Innovation, Forschung und der Nutzbarmachung der Wissenschaft ergänzt werden. Zu den klassischen Standortvorteilen der Stadt muss eine neue innovative Strategie einer Wissenschaftsmetropole ergänzt werden. Wir brauchen mehr Spitzenforschung, eine verstetigte Excellenz in den MINT-Fächern, mehr Forschung für die Praxis und eine ambitioniertere Umsetzung der Chancen der Digitalisierung.

Die regionalen und überregionalen Kooperationen der Hamburger Forschungseinrichtungen müssen ausgebaut und auf Basis einer überparteilichen Zusammenarbeit sowie einer engeren Kooperation mit Wirtschaft und Gesellschaft für den Wissenschaftsstandort Hamburg entwickelt werden. Gerade die Verschlechterung in nahezu allen Rankings mit den deutschen und internationalen Metropolen macht uns Sorgen. In Zukunft entscheiden die in der Studie vorgestellten Vergleichsdaten über die internationale Positionierung und damit über die Schaffung neuer Wertschöpfungsketten zum Erhalt unseres Wohlstandes. Hamburg verschläft zu viele Chancen.

Wenn sich Hamburg als Wirtschaftsmetropole in den nächsten Jahren und Jahrzehnten im harten internationalen Wettbewerb behaupten will, müssen wir unsere Stadt zur Wissenschaftsmetropole weiterentwickeln.

Das gelingt uns nur mit einem Senat, der die Belange von Wirtschaft und Wissenschaft vernünftig aber auch mutig anpackt und die Ausgaben für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung anhebt. Eine nahezu Verdoppelung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf eine Zielmarke von 4 Prozent ist geboten. Auch muss die Steigerung der Finanzierung der Hochschulen auf ein höheres Niveau gebracht werden. Die vom Wissenschaftsrat geforderten drei Prozent sind dabei Zielgröße.

Wir müssen die Bürokratie abbauen, Behörden und Verwaltungsstrukturen effizienter machen und den Zugang zu Fördermitteln für Forschung und Innovation vereinfachen. Die Metropolregion Hamburg muss ein Magnet für Start-ups werden. Dafür ist der Ausbau von Gründerförderungen, die Förderung von Innovation Hubs und Clustern sowie eine Offenheit für unternehmerische Ideen und Konzepte eine wesentliche Voraussetzung.

Wir als CDU sehen uns durch die Studie auch bestätigt in unserer Kritik am rot-grünen Senat. Die Studie benennt insbesondere eine mangelhafte internationale Verkehrsanbindung Hamburgs, fehlende technische Anknüpfungspunkte der Forschungseinrichtungen mit Hamburger Unternehmen sowie eine schwache überregionale Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen in der Metropolregion Hamburg. Sowohl die vor wenigen Monaten veröffentlichte OECD-Studie, als auch die heute vorgestellte Studie der Akademie der Wissenschaften machen deutlich, dass Hamburg nicht fit ist für die Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Auch die schon wöchentlich eintreffenden negativen Botschaften aus dem Hamburger Hafen bestätigen diesen Negativtrend.

In der Studie heißt es: „Noch kann Hamburg den wachsenden Vorsprung der Wettbewerberinnen ausgleichen und Hamburgs Zukunft als Wissenschaftsmetropole des Nordens sichern“. Die Betonung liegt auf noch.“

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