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Identität stiften: CDU-Parteichef fordert Runden Tisch zur Leitkultur

Durch die deutlich gesunkene Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland und Hamburg kommen, ist jetzt genug Luft und Kraft vorhanden, um sich über die Ziele der Integration Gedanken zu machen. Zuwanderer, die dauerhaft in Deutschland bleiben, dürfen nicht nur als Arbeitskräfte verstanden werden. Ziel muss es sein, dass sich Zuwanderer aktiv mit unserem Land identifizieren. Deutschland muss dafür zunächst klar definieren, welche Werte mindestens zu einer identitätsstiftenden Leitkultur gehören. Fehler der Vergangenheit dürfen nicht wiederholt werden. Darüber waren sich die Teilnehmer der Expertenrunde Integration einig, die gestern mit Fachleuten aus den unterschiedlichsten CDU-Gremien zum zweiten Mal getagt hat.

Dr. Roland Heintze: „Damit eine Integration gelingen kann, müssen wir uns als Deutsche erst einmal klar werden, was eigentlich unsere viel diskutierte Leitkultur ist. Aus unserer Sicht zählen dazu u.a. der Vorrang von Gesetzen vor religiösen Regeln, die Unantastbarkeit der Würde des Menschen, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, die Religionsfreiheit, die Meinungs- und Pressefreiheit, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von Homosexuellen, die Anerkennung des Existensrechts Israels und die Ablehnung von Antisemitismus, aber auch die deutsche Geschichte und Kultur sowie die westliche Lebensweise. Diese Leitkultur müssen wir zusammen mit der deutschen Sprache Zuwanderern von Beginn an vermitteln und auch selber mit gutem Beispiel vorleben. Wir brauchen in Hamburg schnell einen Runden Tisch, um festzulegen, welche Werte für uns verbindlich sind und wie diese verständlich von Beginn an verbindlich vermittelt werden können. Als Gesellschaft müssen wir Zuwanderer der zweiten und dritten Generation, die sich mit unseren Werten identifizieren und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, als Deutsche akzeptieren. Nur wenn das gelingt, können Parallelgesellschaften mit eigenen Werten und Regeln auf Dauer verhindert werden. Dabei ist nicht nur der Staat gefragt, sondern die Gesellschaft als Ganzes.“

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