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Heintze: Europa braucht in Krisen mehr einheitliches Vorgehen

Heute vor 25 Jahren wurden durch das Schengen-Abkommen viele Grenzkontrollen in Europa abgeschafft. Seitdem können Bürgerinnen und Bürger vieler EU-Länder und einiger Nachbarstaaten grenzenlos reisen.

Dr. Roland Heintze, Landesvorsitzender der CDU Hamburg: „Das heutige Jubiläum erinnert uns schmerzhaft daran, welchen Wert Schengen und die europäische Einigung für unser aller Leben haben. Das Ende der Grenzkontrollen hat uns einander näher gebracht. Die Generation, die damit aufgewachsen ist, kann sich nichts anderes mehr vorstellen. Europa ist durch Schengen sicherer geworden.

Die temporären Grenzschließungen im Rahmen der Coronakrise sind zur Eindämmung des Virus richtig. Daran führt kein Weg vorbei. Sie zeigen aber auch, dass einheitliche Verfahrensweisen, insbesondere in Krisen, in Europa dringend gebraucht werden. Der Rückfall in nationalstaatliches Handeln bei jeder schweren Krise zeigt großen Reformbedarf an.

Ein gemeinsames europäisches Vorgehen ist in der Coronakrise zwingend notwendig. Wir können die derzeitigen Einschränkungen des privaten und wirtschaftlichen Lebens nicht lange durchhalten. Die Menschen brauchen eine Perspektive, dass sich etwas ändern wird, dass es eine Exitstrategie gibt. Ich kann Jens Spahn nur zustimmen, dass wir über neue Lösungswege nachdenken müssen. Es muss ein Beschleunigen und Bremsen geben, eine Balance zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Kontrolle. Je nachdem, wo sich das Coronavirus gerade ausbreitet, müssen die Zügel angezogen oder gelockert werden. Das muss deutschlandweit und am besten auch europaweit abgestimmt passieren.“

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