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CDU Hamburg: Landesvorsitzender fordert Aufklärungskampagne über Facebook & Co. in den Herkunftsländern der Flüchtlinge zur Situation in Deutschland

Der Flüchtlingsstrom ist nach wie vor ungebrochen hoch. Bis Ende September 2015 wurden knapp 300.000 Asylanträge und damit rund fünfzig Prozent mehr als im gesamten Vorjahreszeitraum gestellt. Dabei kommen viele Menschen mit falschen und überzogenen Erwartungen nach Deutschland. So existiert z.B. teilweise die Vorstellung, dass jeder sofort eine eigene Wohnung und einen Job bekäme. Stattdessen ist zunächst eine Unterbringung in einer Sammelunterkunft die Regel und auch später wird nur eine Versorgung auf dem Existenzminimum gewährleistet.

Darüber hinaus wird immer noch zu wenig über die hier geltende Werteortung informiert. Der Hamburger CDU-Chef fordert nun gezielte Aufklärungskampagnen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge über die Realität in Deutschland, so ähnlich wie es das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bereits im August für Albanien und Serbien durchgeführt hat.

Dr. Roland Heintze erklärt dazu: „Viele Flüchtlinge kommen mit großen Erwartungen nach Deutschland und werden dann hier enttäuscht. Die teils überzogenen Vorstellungen von unserem Land sind ein gewichtiger Migrationsanreiz für viele Menschen. Umso wichtiger ist es, dass wir in Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea und anderen Hauptherkunftsländern von Flüchtlingen gezielt Aufklärung über die Realität in Deutschland betreiben und falschen Versprechungen von Schleusern entschieden entgegentreten. Die Menschen müssen wissen, dass sie in Unterkünften mit bis zu 3.000 Plätzen wohnen, dass sie auch Sachleistungen erhalten und dass nicht jeder Asyl erhält, der es gerne hätte.

Gerade die vielen jungen Flüchtlinge können wir über die sozialen Netzwerke in ihrer jeweiligen Landessprache wirksam ansprechen. Diese klaren Signale, dass in Deutschland nicht Milch und Honig fließen, brauchen wir schnell. Dabei müssen wir auch klarstellen, dass jeder sich in Deutschland an unsere Rechte und Gesetze halten muss: Es gilt die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, Meinungsfreiheit, religiöse Toleranz und niemand darf auf Grund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Jeder Schutzsuchende in Deutschland hat sich diesen Gesetzen und Werten ohne Wenn und Aber unterzuordnen.

Zusammen mit der Verbesserung der Lage u.a. in Syrien und einem wirksamen Schutz der EU-Grenzen können Aufklärungskampagnen helfen, das Problem an der Wurzel zu packen und den Flüchtlingsstrom zu begrenzen.“

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