Zuvor hatte der CSU-Vorsitzende, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, der SPD bescheinigt, ihren Anspruch Volkspartei zu sein, längst aufgegeben zu haben. Die "fleißige Mitte" habe die Sozialdemokratie völlig aus dem Blick verloren, sie schüre Neid und setze auf Umverteilung statt auf Leistungsanreize. Mit Blick auf die Ypsilantis und Tricksilantis in der hessischen SPD sagte Seehofer: "Irren ist menschlich, aber immer nur irren ist sozialdemokratisch". Dagegen habe die Union mit ihrem Regierungsprogramm einen "klaren Fahrplan für die Politik der Zukunft". Seehofer wörtlich: "Wir brauchen keinen Kandidaten, wir haben eine Kanzlerin". Diese genieße nicht nur "international höchstes Ansehen".
Wie die CDU-Vorsitzende sprach sich auch Horst Seehofer für eine Koalition aus Union und FDP nach der Bundestagwahl am 27. September aus, warnte aber vor Leihstimmen. Wer eine bürgerliche Regierung in Deutschland wolle, müsse die Union wählen. Denn nur CDU und CSU machten als Volksparteien der Mitte politische Angebote für alle - und nicht für einzelne Gruppen, unterstrich Merkel.
Zuvor wurden in drei Foren die inhaltlichen Schwerpunkte der kommenden Legislaturperiode vorgestellt: In Forum I ging es um die Frage, wie Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgehen könne. In Forum II standen die Bildungsrepublik Deutschland und mögliche Innovationsfelder im Zentrum. Mit dem Thema sozialer Zusammenhalt beschäftigte sich Forum III. Neben den Vorsitzenden von CDU und CSU, Angela Merkel und Horst Seehofer, beteiligten sich auch Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner sowie Innenminister Wolfgang Schäuble, Verteidigungsminister Franz Josef Jung, Familienministerin Ursula von der Leyen und Bildungsministerin Annette Schavan an der Debatte.
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